Mit Abstand betrachtet

 In Abschlussbericht

Wenn ich im Nachhinein meine Aufzeichnungen lese, denke ich: „Oh Gott, die Krankheit war so anstrengend und hat mein Leben so schwer gemacht.“ Ich bin schon so weit, dass ich manche meiner damaligen Problematiken nur noch schlecht nachvollziehen bzw. mich daran erinnern kann.

Ich bin so froh, dass ich es geschafft habe, die Krankheit zu überwinden und mich gegen sie zu stellen. Jetzt bin ich (fast) vollkommen gesund. Natürlich muss ich an einigen Themen noch arbeiten, aber jetzt weiß ich ja, dass ich es schaffe! Ich weiß, was ich kann und ich weiß, was ich will und was ich nicht will. Ich will nie wieder zurück in die Krankheit, sondern genieße meine neu gewonnene Freiheit und mein jetzt aufregendes Leben. Ich ziehe mich nicht mehr zurück, sondern freue mich auf das Neue. Ich vertraue jetzt auf mich und mein Können. Ich habe gelernt und verstanden, dass Strukturen und Verbote mich nicht vor irgendetwas Schlimmen schützen, sondern mich einschränken, mein Leben frei zu leben. Es passiert nichts Schlimmes, wenn ich nicht perfekt bin. Nicht perfekt zu sein ist normal und mittlerweile finde ich es in manchen Situationen sogar besser und witziger, nicht perfekt zu sein. Ich bin so viel zufriedener und glücklicher mit mir und meinem Leben als zuvor und das ist ein wahnsinnig tolles und beruhigendes Gefühl. Und auch in schwierigen, problematischen Situationen merke ich jetzt mehr und mehr meine innere Sicherheit und Stärke und dieses Gefühl ist einfach unbeschreiblich toll.

Während der Therapiezeit hatte ich zum Glück immer meine Familie um mich herum, die von Anfang an wusste, was los war und immer Verständnis für mich hatte, mich in allem unterstützt hat, mir zugehört und mich getröstet hat.

Meine Freunde, denen ich auch nach und nach erzählt habe, was los ist und die entgegen meiner Angst absolut toll und verständnisvoll reagiert haben. Und natürlich meinen Freund, den ich Dank der Therapie an mich heranlassen konnte, offen und ehrlich mit ihm war und darauf vertraut habe, dass er mich genau so liebt wie ich bin. Aber auch du, liebe Sandra, warst eine sehr wichtige Person für mich in dieser Zeit. Ich danke dir für Alles.

Für deine Unterstützung, deine Hilfe, dein Verständnis und deine einfühlsame Art und Weise, mit mir über meine Probleme zu reden. Dafür, dass du mich immer ernst und für voll genommen hast. Ich hatte bei dir nie das Gefühl, mich für etwas schämen zu müssen oder dir etwas nicht erzählen zu können.
Du bist eine ganz tolle Person und ich bin froh, dass ich dich kennen gelernt habe. Du hast mir geholfen, zurück in ein glücklicheres, freieres und unbeschwerteres Leben zu finden. Du hattest von Anfang an keinen Zweifel, dass ich es schaffe und im Nachhinein kann ich jetzt sagen: Du hattest Recht!!!
Danke für deinen Glauben an mich und dein Vertrauen in meine Fähigkeiten. Du warst immer für mich da und hast mich auf meinem Weg in Richtung gesund sein begleitet und gesehen, wie ich langsam zu einer selbstbewussten, selbstsicheren, positiv denkenden, zufriedenen und sich auf das Leben freuenden Frau geworden bin.

Sandra, ich werde nie vergessen, was du für mich getan hast und hoffe, dass wir für immer in Freundschaft verbunden bleiben.